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Meta-Anhänger: KI am Hals statt in der Brille

Meta testet laut einem internen Memo einen KI-Anhänger, der Gespräche aufzeichnet und transkribiert.
/ Michael Linden
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Artwork des KI-Wearables Pendant (Bild: Limitless)
Artwork des KI-Wearables Pendant Bild: Limitless

Meta will offenbar nicht nur die Augen seiner Nutzer mit KI ausstatten, sondern auch deren Hals. Laut einem internen Memo, über das The Information berichtet(öffnet im neuen Fenster), plant der Konzern innerhalb des nächsten Jahres Tests eines KI-Anhängers. Das Dokument stammt angeblich von Alex Himel, Vizepräsident für Wearables bei Meta.

Neuakquisition wird zum Produkt

Der geplante Anhänger basiert offenbar auf einer Technologie des KI-Start-ups Limitless, das Meta im vergangenen Jahr übernommen hatte. Limitless produzierte damals bereits ein Anhänger-ähnliches Gerät, das Gespräche in Echtzeit aufzeichnen und transkribieren konnte. Die Übernahme galt als Signal, dass Meta den Wearables-Markt jenseits der Brille erkunden wollte.

Metas Produktpalette soll wachsen

Metas aktuelles Wearables-Portfolio umfasst KI-Brillen in Zusammenarbeit mit Essilor Luxottica, vermarktet unter den Marken Ray-Ban und Oakley. Nun soll die Produktpalette wachsen: Das interne Memo beschreibt laut Bericht auch ein geplantes Angebot namens Wearables for Work, das auf Unternehmenskunden zielt. Details zu Funktionsumfang oder Preisgestaltung sind nicht bekannt. Bis Ende 2026 will Meta angeblich zehn Millionen Wearables verkaufen, dafür sollen neue Märkte erschlossen werden.

Milliardenverluste bei Hardwaresparte

Reality Labs, Metas Hardwaresparte, verbuchte im ersten Quartal 2026 einen Verlust von 4,03 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von gerade einmal 402 Millionen US-Dollar. Die Division verliert seit Jahren konstant Geld.

Meta überwacht seine eigenen Mitarbeiter

Während Meta an tragbaren Geräten zur Aufzeichnung von Gesprächen arbeitet, sorgt intern ein anderes Überwachungsprojekt für Aufruhr. Denn das Unternehmen führte ein Tool namens "Model Capability Initiative" ein, das Mausklicks, Navigationspfade und die App-Nutzung von US-Mitarbeitern erfasst, um daraus KI-Agenten zu trainieren. Das Tool zieht Daten aus mehr als 200 Apps und Webseiten.

Intern beklagten Mitarbeiter, das Tool verbrauche so viel Bandbreite, dass in einigen Fällen das monatliche Datenvolumen von Mobilfunkverträgen innerhalb weniger Tage aufgebraucht war. Meta räumte zudem ein, dass das Tool auch Inhalte von E-Mails und Direktnachrichten erfasse, die an US-Mitarbeiter geschickt werden, unabhängig davon, wo der Absender sitze. Das bringt den Konzern in Europa in Erklärungsnot: Datenschutzexperten sehen mögliche Verstöße gegen die DSGVO, weil Daten, die ursprünglich für die Arbeitskommunikation erhoben wurden, nun in KI-Modelle fließen, wie Reuters berichtete(öffnet im neuen Fenster).


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