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Playstation: Sony hat offenbar mit Disc-Wut gerechnet

Laut Ex-Autorin erhielten Mitarbeiter der Playstation Studios vor der Ankündigung ungewöhnlich strenge Vorgaben für öffentliche Äußerungen.
/ Peter Steinlechner
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Playstation 5 mit Disc und Disc-Laufwerk (Bild: Richard A. Brooks/AFP via Getty Images)
Playstation 5 mit Disc und Disc-Laufwerk Bild: Richard A. Brooks/AFP via Getty Images

Sony soll bereits vor der Ankündigung des Endes physischer Spielediscs mit massivem Widerstand gerechnet haben. Das berichtet die frühere Autorin der Playstation Studios und ehemalige IGN-Journalistin Alanah Pearce unter Berufung auf Mitarbeiter mehrerer First-Party-Studios in einem Podcast(öffnet im neuen Fenster).

Demnach soll Sony ungewöhnlich strenge Richtlinien ausgegeben haben, die festlegten, was Beschäftigte öffentlich und in sozialen Netzwerken über das Thema sagen dürfen. Mitarbeiter hätten Pearce erklärt, es seien die strengsten Kommunikationsvorgaben gewesen, die sie bei Playstation bislang erlebt hätten.

Pearce kennt solche Abläufe aus ihrer eigenen Zeit bei den Santa Monica Studios. Auch bei der Arbeit an God of War – Laufey und rund um dessen Ankündigung habe Sony ihr genaue Vorgaben für öffentliche Äußerungen gemacht. Für das Disc-Aus seien die Regeln laut ihren Quellen aber noch einmal deutlich strenger ausgefallen.

Für Pearce zeigt das, dass Sony die Reaktionen nicht unterschätzt hat. Das Unternehmen habe gewusst, dass die Entscheidung zu einem erheblichen PR-Problem werden würde, und seine Studios entsprechend vorbereitet. Die heftige Kritik sei für die Verantwortlichen daher keine Überraschung gewesen.

Petition sammelt weiter Unterschriften

Eine offizielle Bestätigung für Pearce' Angaben gibt es bislang nicht. Ihre Aussagen beruhen auf anonymen Quellen innerhalb der Playstation Studios. Aufgrund ihrer früheren Tätigkeit bei Sony und ihrer langjährigen Arbeit als Spielejournalistin verfügt sie allerdings über direkte Kontakte in das Unternehmen.

Sony hatte angekündigt, die Produktion physischer Spielediscs für neue Playstation-Titel ab Januar 2028 einzustellen. Kritiker befürchten Nachteile für den Gebrauchtmarkt, die Archivierung und langfristige Verfügbarkeit von Spielen sowie eine stärkere Abhängigkeit vom Playstation Store.

Der Widerstand beschränkt sich nicht auf Wortmeldungen. Eine Petition gegen Sonys Entscheidung(öffnet im neuen Fenster) hatte zum Zeitpunkt von Pearce' Video bereits mehr als 300.000 Unterschriften gesammelt. Pearce hält es dennoch für unwahrscheinlich, dass öffentlicher Druck oder die Petition Sony zu einem Kurswechsel bewegen werden.


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