Modellname
DiGA-Anwendungen (Digitale Gesundheitsanwendungen) werden als Vorreiterprojekt im Gesundheitswesen gesehen. Sie sind jedoch kritisiert, da Krankenkassen die schnelle Zulassung und die Notwendigkeit von klinischen Studien für ihre Nutzbarkeit in Zweifel ziehen.
Funktion oder Schritt
Moritz Göldner, Juniorprofessor für Data-Driven Innovation an der TU Hamburg, verteidigt das deutsche DiGA-Modell. Er argumentiert, dass der eigene Zulassungsweg Innovationen ermöglicht, ohne die Sicherheit der Patienten zu gefährden. Er hält es für sinnvoll, dass Anwendungen zunächst vorläufig gelistet werden können und erst nachgereicht werden müssen.
Expertengespräche
Im Digital-Health-Podcast von heise online werden Expertengespräche zu DiGA-Anwendungen, Elektronische Patientenakte, Telemedizin, KI, Gesetzgebung und den Auswirkungen für Praxen, Kliniken und Patientinnen vermittelt. Marie-Claire Koch, Redakteurin, und Kolleginnen führen diese Expertengespräche.
Nutzen und Kritik
DiGA-Anwendungen sollen nicht nur medizinische Effekte erzielen, sondern auch den Versorgungsalltag verbessern. Dabei spielen patientenrelevanten Struktur- und Verfahrensverbesserungen eine wichtige Rolle. Die Kritik an DiGA-Anwendungen beruht darauf, dass diese Struktur- und Verfahrensverbesserungen bisher kaum berücksichtigt werden.
Zulassungsregeln
Moritz Göldner fordert europaweit einheitliche Zulassungsregeln für DiGA-Anwendungen. Er argumentiert, dass dies die Effizienz und Transparenz der Zulassungsprozesse steigern würde.
Real-World-Daten
Real-World-Daten könnten in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um die Effizienz und Nutzbarkeit von DiGA-Anwendungen zu bewerten. Sie könnten auch dazu beitragen, die Patientenbezogenheit und die Therapietreue zu verbessern.