E-Patientenakte: Infrastruktur und Zukunft
Ging es zunächst nur darum, ob die Infrastruktur für die elektronische Patientenakte (ePA) funktioniert, standen nun die nächsten Ausbaustufen im Mittelpunkt. Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Ruth Philipp deutete in einem parlamentarischen Abend darauf hin, dass die ePA mehr sein sollte als ein Dokumentenspeicher. Sie sagte: „Am Ende setzt sich nicht die beste Technologie durch, sondern diejenige, die eben auch angenommen wird von den Leistungserbringern und von den Nutzern.“
E-Patientenakte: Gesundheitsministerin Nina Warken
Gesundheitsministerin Nina Warken zitierte Ruth Philipp, dass die ePA in Zukunft nicht nur einen digitalen Aktenschrank sein sollte, sondern auch einen Versorgungseinstieg. Sie sagte: „Dann soll es in der ePA eben nicht nur einen digitalen Aktenschrank geben, sondern eben auch einen Versorgungseinstieg.“
E-Patientenakte: Strukturierte Gesundheitsdaten und Volltextsuche
Gematik-Geschäftsführerin Brenya Adjei nannte als nächste Ausbaustufen strukturierte Gesundheitsdaten, Volltextsuche sowie Push-Benachrichtigungen in den Apps der Krankenkassen.
E-Patientenakte: Digitaler Einstiegspunkt
Von Sicht des Bundesgesundheitsministeriums soll die ePA künftig zunehmend zum digitalen Einstiegspunkt in die Versorgung werden. Der Leiter der Abteilung Digitalisierung und Innovation im Bundesgesundheitsministerium, Ruth Philipp Müller, skizzierte dazu erneut das bereits viel diskutierte Konzept einer digitalen Ersteinschätzung mit anschließender Terminvermittlung und telemedizinischer Versorgung.
E-Patientenakte: Erfolg der ePA
Für Matthias Mieves (SPD) entscheide sich der Erfolg der elektronischen Patientenakte nicht daran, wie viele Versicherte täglich ihre App öffnen. Das erklärte Ziel des BMG ist, dass sie 20 Millionen Menschen bis 2030 aktiv nutzen. Er sagte: „Ich werde öfter gefragt: Wie sieht es denn mit der Oma Erna aus, die 80 Jahre alt ist? Kapiert die das überhaupt? Und dann sage ich immer: Die 80-Jährige kapiert das total. Die sagt mir zwar: ‚Ich habe selbst gar kein Smartphone, und ich will auch gar keins. Aber wenn ich mir sicher sein kann, dass meine Hausärztin die ePA zur Verfügung hat und dann bessere Daten zu dem hat, was mir vielleicht ein anderer Arzt verschrieben hat oder was im Krankenhaus gemacht wurde, dann hat die doch ein viel besseres Bild von mir und kann mich viel besser behandeln.‘“
E-Patientenakte: Kritik an proprietären Systemen
Im Wettlauf mit proprietären Systemen kritisierte Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen die Situation. Er nannte Beispiele für große KI-Sprachmodelle, die bereits proprietäre Patientenanwendungen haben. Dahmen sagte: „Bevor eine Charité, die EPIC einführt, mit MyChart eine Patientenanwendung hat, wo die Patienten einfach sagen: Vergiss die ePA, wir machen das alles darüber.“
E-Patientenakte: Architekturentscheidungen
Rückblickend müsse man zudem einige damalige Architekturentscheidungen heute selbstkritisch bewerten. „Das ist keine Verantwortung der aktuellen Bundesregierung. Daran waren wir, auch ich in der alte.