Allgemeines

Die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2023 wird in Deutschland von ARD (Zentrale) und ZDF (Westdeutsche) in ihren Mediatheken ausgestrahlt. Diese Dienstleistungen sind jedoch in niedriger Bildqualität zu empfangen. Die Technische Qualität der Bilder in den Mediatheken ist durch die niedrigen Streaming-Rate von knapp 6 Mbit/s nicht optimal. MagentaTV bietet in besserer Qualität (Full HD mit mehr als 6 Mbit/s) und auch in 4K (knapp 20 Mbit/s) an, aber die Dienstleistungen sind teurer. Es ist jedoch unklar, ob die Mediatheken in Zukunft verbessert werden können.

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ARD und ZDF

ARD und ZDF haben die Rechte für die WM-Spiele von der Telekom erworben und zahlen dafür 152 Millionen Euro. Diese Rechte werden jedoch nicht unbedingt für alle Spiele verlangt. Das Medienstaatsvertrag (§13 MStV) verlangt, dass Spiele von erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung frei empfangbar sind, wie etwa Spiele der deutschen Nationalmannschaft, Eröffnungsspiele, Halbfinale und Finale. ARD und ZDF haben jedoch die Rechte für alle Spiele der WM an die Telekom verpflichtet, was zu teuren Doppelstrukturen und schlechtern Streamingqualität führt.

MagentaTV

MagentaTV bietet in besserer Qualität (Full HD mit mehr als 6 Mbit/s) und auch in 4K (knapp 20 Mbit/s) an. Die Dienstleistungen sind jedoch teurer. Es ist jedoch unklar, ob die Mediatheken in Zukunft verbessert werden können.

Technische Details

Die durchschnittliche Streaming-Rate in den Mediatheken von ARD und ZDF beträgt knapp 6 Mbit/s, was zu niedriger Bildqualität führt. Die durchschnittliche Bitrate in der Android-App von ARD beträgt 5 Mbit/s, was mit dem tatsächlichen Streaming-Wert von knapp 6 Mbit/s übereinstimmt.

Rechtefrage

Es ist jedoch unklar, ob die Mediatheken in Zukunft verbessert werden können. Die Rechtefrage für öffentliche Infrastruktur ist jedoch wichtig. Der Fußball profitiert massiv von öffentlicher Infrastruktur, wie Polizei, Verkehr, Stadienumfeld, Nachwuchsförderung und gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Wenn der DFB die Rechte dann an die FIFA abtritt und die FIFA sie als Monopolware teuer an öffentliche Sender zurückverkauft, dann läuft hier etwas grundsätzlich schief.

Zukunftsvorschläge

Es wäre sinnvoller gewesen, ARD und ZDF hätten mit der Telekom ausgehandelt, dass besonders wichtige Spiele ohne Bezahlschranke direkt unverschlüsselt über MagentaTV laufen. Frei verfügbar, aber in besserer Qualität. Stattdessen bekommen wir teure Doppelstrukturen und schlechtere Streams.

Schlussfolgerung

Der Fußball profitiert massiv von öffentlicher Infrastruktur. Wenn der DFB die Rechte dann an die FIFA abtritt und die FIFA sie als Monopolware teuer an öffentliche Sender zurückverkauft, dann läuft hier etwas grundsätzlich schief. Es wäre sinnvoller gewesen, ARD und ZDF hätten mit der Telekom ausgehandelt, dass besonders wichtige Spiele ohne Bezahlschranke direkt unverschlüsselt über MagentaTV laufen. Frei verfügbar, aber in besserer Qualität. Stattdessen bekommen wir teure Doppelstrukturen und schlechtere Streams.

Die Fritzbox zeigt in ihrem Online-Monitor unter „Top-Verbraucher“ offenbar nicht den Mittelwert für den Downstream an, sondern einen kombinierten Durchschnitt aus Up- und Downstream. Wenn der Upstream nahe null liegt, entspricht dieser Durchschnittswert deshalb nur etwa der Hälfte des tatsächlichen Downstreams.

Unsere ursprünglich angegebenen Streaming-Werte waren daher nur halb so hoch wie die tatsächlichen Werte. Die ARD peilt in der Mediathek eine durchschnittliche Bitrate von 5 Mbit/s an, die die Android-App im FullHD-Modus auch erreicht, mal etwas mehr, mal etwas weniger. Wir haben die Werte im Text entsprechend geändert; unser Urteil zur Bildqualität ändert sich dadurch aber nicht.

Der Hersteller Fritz prüft, ob die Software ergänzt werden kann, um solche Fehlinterpretationen künftig zu verhindern.

Es wäre sinnvoller gewesen,

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