Der chinesische Leitindex für Unternehmen der KI- und Halbleiterindustrie hat sich seit seinem Höchststand Anfang Juli um über 40% verloren. Analysten sprechen jetzt davon, dass die KI-Blase im Reich der Mitte bereits geplatzt ist. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und nennt die Entwicklung dabei einen „Zusammenbruch“. Dabei seien rund 480 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet worden. Weil dem eine Rallye vorausgegangen sei, die jene in den USA um Längen übertroffen habe, gebe es zudem Sorgen, dass es an Chinas Finanzmärkten noch schlimmer kommen könnte.

Einzelheiten zu den Unternehmen
Unitree
Der Aktienkurs des Roboterbauers Unitree nach seinem Börsengang hat sich in den vergangenen Tagen wieder merklich erholt. Der Aktienkurs des Unternehmens nach seiner Börsengang liegt jedoch noch unter dem Höchststand um 50%.
Star 50
Für den Absturz des Index STAR 50 gibt es keinen einzelnen Auslöser. Stattdessen seien hohe Preise und Steuerforderungen sowie drohende Verbote für chinesische Technik in Rechenzentren der USA und anderer Staaten der Grund.
Finanzmärkte in China
Fondsmanager Dong Baozhen
Der Fondsmanager Dong Baozhen zitiert Reuters und sagt, dass Chinas Aktienmarkt sich zu einem spekulativen, rasenden Bullenmarkt entwickelt und nun die Blase platzt. Die inzwischen deutliche Entwicklung hat sich dabei seit Wochen abgezeichnet, schon Ende August war von einer Blase an Chinas Aktienmärkten die Rede, verbunden mit Kritik am dortigen Börsensystem.
Verbesserungsvorschläge
Die zuständige Börsenaufsicht in China hat damit begonnen, Verbesserungsvorschläge zu sammeln. Ziel sei es, die Volatilität einzudämmen und den Einsatz von Fremdkapital und den Hochfrequenzhandel zu verringern.
Westliche Finanzinstitutionen
Erste westliche Finanzinstitutionen raten angesichts der massiven Rückgänge demnach auch schon wieder zum Kauf abgesackter Aktien.
Zusammenfassung
Der chinesische Leitindex für Unternehmen der KI- und Halbleiterindustrie hat sich seit seinem Höchststand um über 40% verloren. Analysten sprechen jetzt davon, dass die KI-Blase im Reich der Mitte bereits geplatzt ist. Dieses Phänomen könnte sich fortsetzen, da der Leitindex sich noch immer beim 100-fachen Wert des Gewinns der vergangenen zwölf Monate befindet. Das dürfte dazu beitragen, dass viele chinesische Unternehmen, die einen Börsengang planen, davon absehen, zitiert die Nachrichtenagentur die Einschätzung eines Analysten aus Hongkong.
Zukunftsvorhersagen
Chinas Aktienmarkt habe sich „zu einem spekulativen, rasenden Bullenmarkt“ entwickelt, zitiert Reuters der Fondsmanager Dong Baozhen, „und nun erleben wir, wie die Blase platzt“. Die inzwischen deutliche Entwicklung hat sich dabei seit Wochen abgezeichnet, schon Ende August war von einer Blase an Chinas Aktienmärkten die Rede, verbunden mit Kritik am dortigen Börsensystem. Laut Reuters hat die zuständige Börsenaufsicht inzwischen damit begonnen, Verbesserungsvorschläge zu sammeln. Ziel sei es, die Volatilität einzudämmen und den Einsatz von Fremdkapital und den Hochfrequenzhandel zu verringern. Erste westliche Finanzinstitutionen raten angesichts der massiven Rückgänge demnach auch schon wieder zum Kauf abgesackter Aktien.
Schlusswort
Es bleibt zu sehen, ob die Verbesserungsvorschläge erfolgreich sind und ob die Chinesen in der Lage sind, die Volatilität und den Hochfrequenzhandel zu reduzieren. Die Zukunft der chinesischen Finanzmärkte und der KI-Blase bleibt ungewiss.