Libreboot 26.10, bekannt als „Ominous Olive“, ist eine signifikante Verbesserung der Software, die Linux-Rechner ohne proprietäre Firmware betreiben kann. Hier sind einige der wichtigsten Funktionen und Konfigurationen in drei Abschnitten:

Libreboot 26.10: Neue Funktionen und Konfigurationen

EDK2 als Standard-Payload: Die neue Version von Libreboot 26.10 nutzt EDK2 als Standard-Payload auf den meisten unterstützten 64-Bit-Systemen. Dies ermöglicht es, UEFI-Installationen von Windows 10 und 11 zu starten. EDK2 ersetzt die bisherigen x86-Payloads und bietet eine quelloffene Alternative für Nutzer, die ihre Boot-Firmware kontrollieren möchten.

Konfigurationen für MrChromebox-Geräte: Das Projekt hat 233 Konfigurationen für Intel- und AMD-Geräte aus dem MrChromebox-Projekt bereitgestellt. Diese Konfigurationen ermöglichen es, verschiedene Geräte in der neuen Version zu unterstützen. Die Version hat jedoch noch nicht fertige Firmware-Images für die neu aufgenommenen Geräte bereitgestellt, die von Interessenten aus dem Quellcode erstellt werden müssen.

Kompromisse und Einschränkungen: Die Version enthält auch einige Einschränkungen. Zum Beispiel wird das EDK2-Menü standardmäßig auf ein britisches Tastaturlayout eingestellt, was möglicherweise für einige Nutzer unangenehm sein kann. Das Projekt empfiehlt, wenn möglich, die EFI-Version von GRUB für ältere Installationen zu verwenden, um einen CPU-Kern zu sparen.

Zusätzliche Änderungen: Die Version bietet auch zusätzliche Funktionen, wie z.B. ein dauerhaft speicherbares EDK2-Setup für Einstellungen wie die Bootreihenfolge, iPXE als Bootoption auf dafür geeigneten Boards und aktualisierte Komponenten, darunter GRUB 2.16. Die Version hat auch sein Buildsystem umgebaut und unterstützt mehrere Upstream-Quellbäume pro Projekt.

Empfehlungen: Für Nutzer, die ihre Boot-Firmware selbst kontrollieren möchten, empfiehlt es sich, EDK2 als Standard-Payload zu nutzen. Für ältere Installationen empfiehlt es sich, die EFI-Version von GRUB zu verwenden, um einen CPU-Kern zu sparen. Für Interessenten, die sich mit dem Quellcode befasst haben möchten, ist es empfehlenswert, die neu aufgenommenen Geräte aus dem Quellcode zu bauen. Für alle anderen Nutzer empfiehlt es sich, die Version zu nutzen, da sie eine quelloffene Alternative für Linux-Rechner bietet, die ohne proprietäre Firmware betrieben werden können.

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